12.12.09

Bäume fällen mit "Wumms"

Fotos: Marcel Holler

Eine außergewöhnliche Ausbildung hat das THW Forchheim vergangenen Samstag im Forst nahe Serlbach durchgeführt: Die Fachgruppe Sprengen übte die Holzbearbeitung mit Sprengstoff. 

Ziel der Ausbildung war es, den Helfern die verschiedenen Spreng- und Zündmittel in der Praxis näher zu bringen. Zehn Bäume, die in naher Zukunft ohnehin gefällt worden wären, stellte das zuständige Forstamt dankenswerterweise zur Verfügung. An ihnen konnten die unterschiedlichen Wirkweisen von verschiedenen Sprengstoffen und deren Anwendungsform getestet werden. 

Auch für die ausbildenden Sprengberechtigen Jochen Roß und Egbert Hebendanz neu war das so genannte Sprengschnittverfahren, mit dem mittels Sprengstoff auch gerichtete Fällungen von Bäumen möglich sind. 

Die Sprengung von Bäumen und Holz kommt dann zum Einsatz, wenn Arbeiten mit normalen Mitteln nicht mehr möglich ist. So kann es beispielsweise passieren, dass nach einem starken Sturm durch Windbruch mehrere Baumstämme so ineinander verkeilt sind das enorme Spannungen im Holz auftreten. Durchtrennen mit der Kettensäge wäre dann akut lebensgefährlich, weil sich die Spannungen dabei auf einen Schlag entladen und die Person an der Säge erschlagen können.

Marcel Holler

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